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Gewinde · M8×1

M8×1 Feingewinde erkennen: Steigung, Kernloch und Maße (DIN 13)

📖 Ausführlicher Ratgeber
Steigung (fein)
1 mm
Kernloch Stahl
7 mm
Durchgang
9 mm
Schlüsselweite
13 mm

Quelle: ISO 261 / ISO 262 / DIN 13


Ratgeber · aktualisiert am 15. Juni 2026

Eine M8-Schraube ist im Normalfall ein Regelgewinde mit 1,25 mm Steigung. M8×1 ist die deutlich seltenere Feingewinde-Variante mit 1 mm Steigung – mit bloßem Auge kaum zu unterscheiden, aber nicht miteinander kompatibel. Wer das verwechselt, ruiniert im schlimmsten Fall das Gegengewinde. Der erste Schritt ist deshalb das Erkennen, nicht das Bohren.

Regelgewinde oder M8×1? Der schnelle Test

  • Steigungslehre: zeigt direkt 1,0 mm (M8×1) oder 1,25 mm (Regelgewinde M8).
  • Ohne Lehre: die Steigung über mehrere Gänge mitteln – rund 1,0 mm deutet auf Feingewinde, 1,25 mm auf Regelgewinde.
  • Faustregel: Wer nicht ausdrücklich Feingewinde gekauft oder ausgebaut hat, hat fast immer ein Regelgewinde M8 vor sich.

Maße: M8×1 gegen Regelgewinde

GewindeSteigungKernloch (Stahl)DurchgangSW
M8×1 (Feingewinde)1,0 mm7,0 mm9 mm13 mm
M8 Regelgewinde1,25 mm6,8 mm9 mm13 mm

Quelle: ISO 261/262 · DIN 13. Beim Schneiden zählt praktisch nur ein Unterschied: das Kernloch von 7,0 mm statt 6,8 mm. Durchgangsbohrung (9 mm) und Schlüsselweite (13 mm) sind bei beiden gleich, weil sie am 8-mm-Nenndurchmesser hängen und nicht an der Steigung.

Wo M8×1 vorkommt – und woher man es bekommt

M8×1 sitzt dort, wo Feinjustierung oder Vibrationssicherheit gefragt sind: an Sensoren, Hydraulik- und Pneumatik-Verschraubungen, Motorrad- und Feinmechanikteilen. Im Baumarkt ist es selten zu finden – Feingewinde-Schrauben und -Muttern in M8×1 kommen meist aus dem Fachhandel. Plane das bei einer Reparatur ein, statt notdürftig ein Regelgewinde einzudrehen, denn das hält nicht. Dasselbe Prinzip – feine Steigung für Vibrationssicherheit und Justage – gilt für größere Feingewinde wie M10×1,25.

Bohren und anziehen

Innengewinde mit 7 mm vorbohren, dann mit dem Gewindebohrer M8×1 schneiden. Ein eigenes Feingewinde-Anzugsmoment ist nicht genormt; als Anhaltspunkt dient das Anzugsmoment M8 (Regelgewinde 8.8 ≈ 24,6 Nm, VDI 2230, μ=0,14), Feingewinde liegt etwas darüber. Im Zweifel die Herstellerangabe verwenden.

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Häufige Fragen zu M8×1

Ist M8 fein oder Regelgewinde?
Standard ist das Regelgewinde mit 1,25 mm Steigung. M8×1 (Feingewinde, 1 mm) ist die Ausnahme – wer nicht gezielt Feingewinde kauft, hat fast immer Regelgewinde vor sich.
Wie erkenne ich M8×1?
Mit einer Steigungslehre, die 1,0 statt 1,25 mm anzeigt. Ohne Lehre die Gänge über eine Strecke mitteln: rund 1,0 mm spricht für Feingewinde, 1,25 mm für Regelgewinde.
Welcher Kernlochbohrer für M8×1?
7 mm in Stahl (Kernloch = 8 − 1). Das Regelgewinde M8 braucht dagegen 6,8 mm.
Sind M8 und M8×1 austauschbar?
Nein. Trotz gleichem 8-mm-Durchmesser haben sie unterschiedliche Steigung (1,25 gegenüber 1 mm) und Kernloch (6,8 gegenüber 7 mm) und lassen sich nicht zusammen verschrauben.
Welche Schlüsselweite hat M8×1?
13 mm – dieselbe wie beim Regelgewinde M8, da die Schlüsselweite am Nenndurchmesser hängt, nicht an der Steigung.
Welches Anzugsmoment hat M8×1?
Genormt ist das Regelmoment (M8 8.8 rund 24,6 Nm, VDI 2230, μ=0,14); Feingewinde trägt etwas mehr. Maßgeblich ist die Herstellerangabe.