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Gewinde · M10×1,25

M10 Feingewinde: M10×1,25 oder M10×1? Steigung & Kernloch (DIN 13)

📖 Ausführlicher Ratgeber
Steigung (fein)
1,25 mm
Kernloch Stahl
8,75 mm
Durchgang
11 mm
Schlüsselweite
17 mm

Quelle: ISO 261 / ISO 262 / DIN 13


Ratgeber · aktualisiert am 15. Juni 2026

M10-Feingewinde kommt in zwei gängigen Steigungen vor: M10×1,25 und M10×1. Beide haben 10 mm Außendurchmesser, aber unterschiedliche Kernlöcher – 8,75 mm gegenüber 9,0 mm. Wer die Steigung verwechselt, bekommt die Schraube nicht sauber eingedreht. Deshalb steht am Anfang immer die Frage: Welche Steigung liegt vor?

M10×1,25 oder M10×1? Steigung bestimmen

  • Steigungslehre (Gewindelehre) anlegen: Die Lamelle, die spielfrei in die Gänge greift, nennt die Steigung direkt – 1,0, 1,25 oder 1,5 mm.
  • Mit dem Messschieber über mehrere Gänge messen und auf eine einzelne Steigung umrechnen: 1,0 mm bedeutet M10×1, 1,25 mm bedeutet M10×1,25, 1,5 mm das Regelgewinde M10.
  • Im Zweifel die Originalschraube als Muster nehmen – eine M10×1,25 lässt sich in ein M10×1-Gewinde nicht sauber eindrehen.

Die drei M10-Gewinde im Vergleich

GewindeSteigungKernloch (Stahl)DurchgangSW
M10×11,0 mm9,0 mm11 mm17 mm
M10×1,251,25 mm8,75 mm11 mm17 mm
M10 Regelgewinde1,5 mm8,5 mm11 mm17 mm

Quelle: ISO 261/262 · DIN 13. Auffällig: Durchgangsbohrung (11 mm) und Schlüsselweite (17 mm) sind bei allen drei identisch – sie richten sich nach dem 10-mm-Nenndurchmesser. Nur das Kernloch ändert sich, weil es immer dem Nenndurchmesser minus Steigung entspricht.

Wo M10×1,25 typischerweise sitzt

M10×1,25 ist die klassische Kfz-Feinsteigung: Ölablassschrauben, Sensoren sowie Spann- und Einstellschrauben an Motor und Fahrwerk. Die enge Steigung hält Vibrationen besser stand und lässt sich feiner dosieren – genau das, was dort gebraucht wird. M10×1 trifft man dagegen eher in Feinmechanik, Hydraulik und an dünnwandigen Bauteilen.

Bohren und anziehen

Für ein neues M10×1,25-Innengewinde mit 8,75 mm vorbohren und anschließend mit dem Gewindebohrer M10×1,25 schneiden. Ein eigenes genormtes Feingewinde-Moment gibt es nicht; als Orientierung dient das Anzugsmoment M10 (Festigkeitsklasse 8.8 ≈ 48 Nm, VDI 2230, μ=0,14), wobei Feingewinde etwas mehr überträgt. Bei sicherheitsrelevanten Verschraubungen gilt die Herstellerangabe.

Gewindebohrer & Feingewinde-Schrauben M10×1,25 ansehen

Häufige Fragen zu M10×1,25

Welche Steigung hat M10 Feingewinde?
M10-Feingewinde gibt es mit 1,25 mm (M10×1,25) und 1,0 mm (M10×1). Das Regelgewinde M10 hat 1,5 mm (ISO 261).
Wie erkenne ich, ob M10×1 oder M10×1,25?
Am sichersten mit einer Steigungslehre, die die Steigung direkt anzeigt. Ohne Lehre die Gänge messen und umrechnen: 1,0 mm ist M10×1, 1,25 mm ist M10×1,25, 1,5 mm das Regelgewinde.
Welcher Kernlochbohrer für M10×1,25?
8,75 mm in Stahl (Kernloch = 10 − 1,25). M10×1 braucht 9,0 mm, das Regelgewinde M10 dagegen 8,5 mm.
Welche Schlüsselweite hat M10×1,25?
17 mm – wie bei allen M10, denn die Schlüsselweite richtet sich nach dem Nenndurchmesser, nicht nach der Steigung.
Wofür wird M10×1,25 verwendet?
Vor allem im Kfz-Bereich: Ölablassschrauben, Sensoren sowie Spann- und Einstellschrauben. Die feine Steigung hält Vibration besser stand.
Welches Anzugsmoment hat M10×1,25?
Genormt ist das Regelmoment (M10 8.8 rund 48 Nm, VDI 2230, μ=0,14); Feingewinde trägt etwas mehr. Maßgeblich ist die Herstellerangabe.